Nicht nur Jugendliche und Erwachsene können unter Prüfungsangst leiden. Auch bei den Kleinsten kann die Angst vor Tests und Präsentationen die Lust am Lernen nehmen. Unsere Kinder werden bereits von Beginn ihrer Schulkarriere an mit Noten durch Tests und Prüfungen in ihren Leistungen bewertet. Während das einigen gar nichts ausmacht und sie locker mit Prüfungssituationen umgehen können, brechen andere Regelrecht in Panik aus.

Eines vorweg: etwas Nervosität schadet in Prüfungssituationen nicht. Ganz im Gegenteil, es hilft uns dabei, bessere Leistungen zu erzielen als wenn es uns gleichgültig wäre. Wenn die Nervosität sich jedoch in regelrechte Panik entwickelt und eventuell auch noch körperliche Symptome wie Übelkeit, Bauchschmerzen oder sogar akuter Durchfall dazukommen, sollten bei Eltern die Alarmglocken läuten.

Ursachen finden

Es kann unterschiedliche Gründe haben, weshalb sich Kinder vor Prüfungen fürchten. Wenn man den Ursprung der Angst kennt, kann man an dieser auch besser und gezielter arbeiten. Am besten versuchen Sie das in einem ungezwungenen Gespräch herauszufinden. Helfen Sie Ihrem Kind durch gezielte Fragestellungen dabei, seine Angst auszudrücken. Die Ursachen können hier so individuell sein, wie Ihr Kind selbst. Meist lassen sich die Ängste jedoch auf zwei Situationen herunterbrechen. Zum einen auf die Angst vor der Prüfungsituation selbst und zu anderen auf die Angst, eine schlechte Note zu bekommen.

Weniger Druck

Sehr oft haben Kinder schlichtweg Angst davor, schlechte Noten nach Hause zu bringen. Nicht nur eine offensichtliche Standpauke kann zur Verunsicherung führen, oft reicht es schon, dass dem Kind, wenn auch nicht absichtlich, Enttäuschung seitens der Eltern suggeriert wird.

Natürlich will jeder nur das Beste für sein Kind und wäre gerne ein Elternteil des oder Klassenbesten, trotzdem sollten Sie Ihrem Kind ganz deutlich machen und zeigen, dass es kein Weltuntergang ist, wenn eine schlechte Note geschrieben wird. Im Vorfeld Belohnungen für gute Noten auszusprechen kann den Leistungsdruck hier noch weiter ausbauen.

Unterstützen Sie Ihr Kind nach einer schlechten Klausur durch eine positive Geste wie zum Beispiel das Zubereiten des Lieblingsessens als kleines Trostpflaster und finden Sie gemeinsam heraus, was bei diesem Test nicht so gut geklappt hat.

Rechtzeitig gemeinsam mit der Vorbereitung beginnen

Besonders junge Kinder benötigen beim Lernen und Vorbereiten Ihre Unterstützung. Überlassen Sie das Lernen nicht Ihrem Kind selbst, es sei denn, es wünscht dies ausdrücklich. Im Kindesalter kann es sehr leicht überfordern, sich nicht nur aufs Lernen zu konzentrieren, sondern gleichzeitig einen Zeitplan zu erstellen. Unterstützen Sie Ihr Kind hier wo Sie können und erstellen Sie gemeinsam individuell auf Schnelligkeit der Auffassungsgabe und die Lernkapazitäten einen „Fahrplan“ für die nächsten Tage vor einer Prüfung. Wiederholen Sie gemeinsam den Stoff, bleiben Sie geduldig und spielen Sie die Prüfungssituation auch einmal durch, um den Druck rauszunehmen und mit der Spezialsituation vertraut zu werden.

Nachhilfelehrer suchen

Nicht immer klappt das Lernen zwischen Eltern und Kindern reibungslos, oft braucht es eine externe Person um den Lernerfolg zu erhöhen.

Machen Sie Ihrem Kind von Anfang an klar, dass ein Nachhilfelehrer kein Zeichen dafür ist, dass es schlecht in der Schule ist. Beschreiben Sie den oder die Nachhilfelehrerin als Profi, mit dem Ihr Kind schneller als Ziel kommt. Achten Sie bei der Auswahl der Nachhilfe nicht nur auf seine oder ihre fachliche Kompetenz, sondern auch dass sich Kind und Nachhilfelehrer auf zwischenmenschlicher Ebene gut verstehen. So lernt es sich gleich leichter.

Probleme und Ängste mit Lehrern besprechen

Oftmals ist es auch sehr hilfreich, mit den Lehrern Ihrer Kinder über Probleme und Ängste zu sprechen. Sie können hier sowohl Ihre eigenen Beobachtungen teilen als auch sich die der Lehrkräfte anhören und gemeinsam besprechen.

Generell ist es wichtig, dass Ihr Kind sich Ihr Kind in einem Schulumfeld befindet, dass es weder unter- noch überfordert. Lehrer können Ihnen hier mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Professionelle Hilfe benötigt?

Benötigen Sie rasche und kompetente Unterstützung durch Experten, so stehen Ihnen unsere selbstständigen Kinder- und Jugendlichentherapeuten zur Verfügung. Unsere Therapeuten sind alle approbierte Psychologen bzw. Pädagogen und arbeiten mit einem verhaltenstherapeutischen Schwerpunkt. Sie haben langjährige Erfahrung in der Behandlung psychischer Erkrankungen.