Therapie schon bei den jüngsten

Warum Therapie auch schon bei den Jüngsten Sinn macht

Wenn man an Psychotherapie denkt, hat man zuallererst meist einen erwachsenen Menschen im Kopf, der aus seinem eigenen Bedürfnis heraus einen Therapeuten aufsucht. Doch auch im Kindesalter können Erlebnisse und Probleme auftreten, die eine Therapie sinnvoll oder sogar notwendig machen.

Innere Konflikte, familiäre Probleme oder belastende, äußere Einflüsse können zur Folge haben, dass bei Kindern Symptome verschiedenster Art und Ausprägung auftreten. Diese Symptome können ein ganz gewöhnlicher Ausdruck einer akuten, vorübergehenden Belastungssituation sein, die vor allem im Verlauf der Entwicklung des Kindes immer wieder auftreten kann. Die Symptome können aber auch tiefgreifender gehen und auf einen bereits länger bestehenden inneren Konflikt Hinweis geben, der unterschiedliche Ursachen haben und als Folge eines seelischen Ungleichgewichts des Kindes entstanden sein kann.

Besonders junge Kinder benötigen eine ihrem Alter angemessene Herangehensweise an die individuelle Problemstellung mit – an das Alter angepasste – Methoden. Daher ist es besonders wichtig, in der Therapie mit Kindern auf speziell ausgebildete Psychologen zu achten, die das Kind dort abholen, wo es sich im Moment geistig und emotional befindet. Zu Beginn des Therapieprozesses sollte stets der Beziehungsaufbau im Vordergrund stehen. Je nach Alter geschieht dies durch Spiele, Gespräche oder gemeinsames Erkunden des Umfelds. In vielen Fällen ist es auch sinnvoll, Eltern, Geschwister oder andere Angehörige in den Therapieprozess einzubeziehen. Im weiteren Therapieverlauf sollten unterschiedliche psychotherapeutische Methoden Anwendung finden, um sehr spezifisch Leid zu mindern und Lebensqualität für die jungen Klienten und ihre Familien zurückzugewinnen.

Besonders wichtig für Eltern ist es, keine Schuldgefühle zu hegen oder sich einzureden, dass Sie in Ihrer Erziehungsarbeit versagt haben. Oftmals ist ein neutralerer Blick von außen der einzige Weg, um Probleme richtig zu erkennen und gut an ihnen arbeiten zu können. Nachfolgend werden einige Themen behandelt, bei denen Ihr Kind durch einen Kindertherapeuten gut betreut ist.

Trauerprozesse

Diese umfassen beispielsweise die Scheidung der Eltern, einen Todesfall in der Familie und ähnliche Lebensereignisse. Während man als Paar für gewöhnlich bewusst die Entscheidung fällt, sich scheiden zu lassen, haben Kinder auf die Tatsache, dass sich ihre Eltern auseinandergelebt haben, nicht mehr zusammenwohnen und vor allem nicht mehr miteinander leben wollen keinen aktiven Einfluss.

Kinder fühlen sich dadurch oftmals hilflos, schuldig, verlassen, wütend und traurig, schlussendlich wird – durch die der Scheidung vorausgehenden und meistens auch noch folgenden Konflikte – auch ihr Selbstwert beeinträchtigt. Der neue Lebensabschnitt birgt durch die einschneidende Veränderung auch oft Ängste, wie es denn nun weitergeht.

Gewalterfahrung und Mobbing

Beim Thema Mobbing ist Therapie meist erst dann nötig, wenn im Verlauf eines Mobbing-Prozesses seelische Schäden erlitten bzw. psychische Störungen entwickelt wurden. Die Wahrscheinlichkeit dafür steigt jedoch je länger der Mobbing-Prozess andauert. So wird es immer wahrscheinlicher, dass eine Therapie notwendig wird, denn Mobbing gilt als gesundheitsschädlich. In Folge einer Erkrankung durch Mobbing, behandelt man grundsätzlich diese Folgeschäden, also z. B. ein Burnout-Syndrom oder eine Depression, die sich aus dem Mobbing entwickelt hat. Auch besteht gelegentlich die Möglichkeit, während der Therapie Muster herauszufiltern, die das Mobbing begünstigen und so kann auch daran gezielt gearbeitet werden um das zukünftige Risiko zu minimieren.

Trauma

Kinder sind genauso häufig traumatisierenden Situationen und Erlebnissen ausgesetzt wie Erwachsene. Beispiele für solche starken, belastenden Ereignisse sind: Katastrophen, Unfälle, Kriegserfahrungen, Gewalt, der Tod von nahen Angehörigen, oder eben auch die plötzliche Trennung der Eltern und daraus resultierende räumliche und emotionale Veränderungen. Da posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) nachweislich negative Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern haben kann, finden diese heutzutage immer stärkere Beachtung.

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