How to: Achtsamkeit

Wir sind in unserem Alltag regelmäßig mit dem Thema Achtsamkeit konfrontiert. Doch dafür, welchen Einfluss dies auf unsere Gedanken, unsere Gespräche und unser Handeln nehmen kann, fehlt uns häufig das Bewusstsein.

Fangen Sie bei Ihren Gedanken, den Worten an sich selber, an.

 

Achtsamkeit beginnt im Kopf, direkt mit unseren Gedanken.

Achtsamkeit (engl: mindfulness) ist eine bewusste Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungslenkung, die sich auf den momentanen Moment bezieht und nicht wertend sein soll.

Bei Achtsamkeit geht es darum, dem einzelnen Moment, den einzelnen Gedanken, Worten, Handlungen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, sich diese bewusst zu machen und den Autopilot, der im Alltag oft die Kontrolle übernimmt, auszuschalten. Gerade in Situationen, in denen wir mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen, entgleiten uns schnell die einzelnen Teilaspekte und wir sind mit unseren Gedanken nicht richtig bei der Sache oder schon bei der nächsten Aufgabe.

 

Durch Achtsamkeitstraining kann die alltägliche Routine durchbrochen und das Erlebte bewusster wahrgenommen werden. Anstatt uns morgens beim Frühstück Gedanken darüber zu machen, was wir über den Tag verteilt alles erledigen müssen, wäre es eine kleine Übung, uns gedanklich nur auf das zu konzentrieren, was gerade am Frühstückstisch passiert: Wie sieht mein Brötchen aus? Wonach schmeckt der Kaffee? Wie geht es mir gerade? Wie sitze ich auf dem Stuhl?

Für den Anfang ist es auch eine Möglichkeit, die Routine bewusst zu durchbrechen, indem anstatt der rechten Hand die Linke genommen wird, um das Brötchen zu schmieren oder den Kaffeebecher zum Mund zu führen.

 

Achtsamkeit ist nicht nur für uns persönlich wichtig sondern auch für die Beziehungen zu unseren Mitmenschen. Unsere Gedanken werden nämlich nur von uns selbst wahrgenommen und nicht – wie bei der Sprache – nach außen kommuniziert.

Wir sollten dabei aber nicht vergessen, dass jedes Wort seinen Ursprung in unseren Gedanken hat. Gerade im stressigen Alltag passiert es, dass unbedachte Worte fallen und der Wunsch aufkommt, das Gesagte zurück nehmen zu können oder der Nachsatz folgt, es „nicht so gemeint zu haben“.

 

Wir sollten also bei unseren Gedanken, bei den Worten an uns selbst, damit beginnen, diese mit Bedacht zu wählen, um unser schwer zu stoppendes Gedankenkarussell nicht unüberlegt zu unseren Unterhaltungen, Handlungen und Gewohnheiten werden zu lassen.

 

Durch Achtsamkeit können wir nicht nur lernen, uns selbst sondern auch unser Umfeld bewusster aufzunehmen: Wie sehen die Menschen neben mir in der Bahn aus? Wie geht es meiner Kollegin heute? Was empfinde ich im Beisein meiner Freunde / meines Partners?

 

„Man muss sich durch die kleinen Gedanken, die einen ärgern, immer wieder hindurchfinden zu den großen Gedanken, die einen stärken.“ Dietrich Bonhoeffer

 

Unser Wohlbefinden hängt sehr stark von der Beschaffenheit unserer Gedanken ab.

Schon wenige achtsame Momente am Tag können uns positiv beeinflussen, die Lebensqualität erhöhen und damit Stress vorbeugen.

So kann die Beziehung zu uns selbst und zu unseren Mitmenschen verbessert werden.

Versuchen Sie einmal, Ihre achtsamen Gedanken mit Ihrem Umfeld zu teilen, jemandem ein Kompliment zu machen oder ein positives Gefühl zu vermitteln, indem Sie Ihrem Gegenüber Ihre Aufmerksamkeit schenken und ihn oder sie bewusst wahrnehmen.