Winterdepressionen

Depressionen und Winterblues

Depression oder nicht?

Der Großteil der depressiven Erkrankungen im Winter sind eigentlich der so genannte „Winter Blues“. Die dunklen Tage wirken sich dabei negativ auf die Stimmung aus und sorgen häufig für Antriebslosigkeit. Eine echte Depression ist das jedoch nicht. In südlichen Ländern sind Winterdepressionen und Winter Blues weniger verbreitet, in nördlichen Ländern hingegen kommen sie häufiger vor als in Deutschland.

Um eine Depression von einem Winter Blues zu unterscheiden sollte man auf die Symptome achten:

  • Müdigkeit, man hat das Gefühl nicht genug Schlaf zu bekommen
  • Energielosigkeit und Antriebslosigkeit
  • Soziale Kontakte werden vernachlässigt
  • Häufige Stimmungstiefs
  • Heißhunger und erhöhter Appetit

Sind diese Symptome stark ausgeprägt, so kann es sich um eine Depression handeln. Diese beeinflusst das tägliche Leben meistens sehr deutlich. Eine Selbstdiagnose kann jedoch gefährlich sein und zu falschen Ergebnissen führen, daher ist eine Abklärung durch einen Experten unbedingt notwendig.

Wie kommt es zu einer Winterdepression?

Grundsätzlich sorgen der Mangel an Sonnenlicht, die kürzeren Tage und die kalten Temperaturen für den Abfall der Stimmung. Bekommt der Mensch zu wenig Tageslicht, reagiert der Körper mit einer vermehrten Ausschüttung von Melatonin, welches wiederum für die circadiane Rhythmik (Schlaf-Wach-Rhytmus) verantwortlich ist. Im Zusammenhang damit steht auch der verminderte Spiegel von Vitamin D3 im Winter. Diesen Speicher kann man jedoch ganz einfach mithilfe von Tropfen oder Tabletten selbst wieder auffüllen.

Außerdem wird vermutet, dass es dem Gehirn in der dunklen Jahreszeit an Serotonin fehlt. Das erklärt auch die häufigen Heißhungerattacken und die vermehrte Lust auf Süßigkeiten.

Winterdepressionen vorbeugen

Sobald die Tage kürzer werden, sollte man unbedingt darauf achten, so viel natürliches Tageslicht wie möglich zu tanken. Ein ausgiebiger Spaziergang an der frischen Luft hilft auch an grauen Tagen, an denen die Sonne kaum zu sehen ist, die Stimmung zu heben. Am besten nutzt man dafür die frühen Morgenstunden, um gut gelaunt in den Tag zu starten.

Außerdem hilft regelmäßige Bewegung dabei, dem Winterblues entgegenzuwirken. Radfahren und Laufen sind besonders unkomplizierte Sportarten, die man auch im Winter konsequent durchziehen kann. Aber auch Nordic Walking und Skifahren sind wahre Stimmungsbooster.

Zusammenfassend: Depressive Verstimmung und Schübe sind in der Herbst- und Winterzeit völlig normal, vor allem weil sich unser Körper umstellen muss auf sehr viel weniger Sonnenlicht, was Vitamin D3 produziert. Vitamin D3 könnt ihr euch auch in der Drogerie besorgen und es einnehmen. Bewegt euch mehr und versucht irgendwie Dinge zu tun, die euch Freude bringen. Wenn diese Symptome aber zu extrem werden, das heißt du schläfst super viel, du bist nur noch schlecht gelaunt und das über mehrere Wochen, dann lasst es abklären. Aber ansonsten: macht euch keine Sorgen, das ist alles im normalen Bereich.