Depression

12 Tipps für einen besseren Umgang mit Problemen

Kleine Schwierigkeiten wachsen sich bei dir immer wieder zu großen Katastrophen aus? Dann hapert es wahrscheinlich an deinen Problemlösungsmethoden. Wir geben dir Tipps, wie du in Zukunft entspannter und geordneter mit Schwierigkeiten umgehst.

1. Stelle dich den Problemen, statt wegzulaufen

Wenn Probleme bei dir immer wieder riesig werden, verschließt du wahrscheinlich die Augen vor ihnen, solange sie noch klein sind. Bei vielen Themen gilt: Sie tauchen nicht aus dem Nichts auf, es gibt meistens Vorwarnungen. Übe dich darin, diese Hinweise zu erkennen und dich ihnen zu stellen. Oft reicht ein kurzer Anruf oder eine kleine Handlung, um ein größeres Problem gar nicht erst entstehen zu lassen.

2. Bekämpfe das Aufschieben

Vielleicht ist die sogenannte Prokrastination dein Problem? Unter der „Aufschieberitis“ leiden viele Menschen, und sie ist häufig die Ursache für unnötig große Probleme. Schau doch mal in unseren Blogartikel zum Thema Prokrastination rein. Dort findest du viele Tipps, um das Aufschieben zu bekämpfen.

3. Schluss mit unnötigem Drama

Ein Problem taucht auf und du schaltest erst mal in den Panikmodus? Schluss damit! Schwierigkeiten gehören zum Leben dazu. Je gelassener du mit ihnen umgehst, umso leichter kannst du sie lösen. Und: Meistens sieht ein Problem auf den ersten Blick gewaltiger aus, als es wirklich ist. Jetzt heißt es erst einmal: Ruhe bewahren!

4. Definiere das Problem

Im nächsten Schritt schaust du genauer hin: Was ist eigentlich das Problem? Fasse es so genau wie möglich in Worte. Achte darauf, dass du es weder kleinredest noch größer machst als nötig. Je besser du dein Problem überblickst, umso leichter fallen dir die weiteren Schritte.

5. Finde die Ursachen des Problems

Nun weißt du schon einmal, mit welchem Problem du es eigentlich zu tun hast. Die nächste Frage ist: Wie ist es dazu gekommen? Wenn du weißt, wie das Problem entstanden ist, kannst du es leichter lösen und in Zukunft vermeiden, dass die gleichen Schwierigkeiten wieder auftreten. Ein Blick auf die Ursachen bewahrt dich außerdem davor, nur die Symptome zu bekämpfen: Statt immer nur Schmerztabletten einzuwerfen, solltest du die echten Ursachen für Rückenprobleme abklären lassen. Statt dir Geld zu leihen, um deinen Dispo auszugleichen, solltest du prüfen, an welchen Stellen du zu viel Geld ausgibst.

6. Welche Handlungsmöglichkeiten hast du?

Was kannst du tun? Es ist sinnvoll, dir diese Frage erst zu stellen, wenn du einen genaueren Überblick über das Problem und seine Ursachen hast. Sonst ist die Gefahr groß, in blinden Aktionismus oder Schockstarre zu verfallen. Überlege in aller Ruhe, welche Handlungsmöglichkeiten du hast. Nicht immer ist die erste Lösungsstrategie die beste. Finde verschiedene Möglichkeiten und entscheide dich dann für die Erfolgversprechendste oder einfachste. Wenn dir gar nichts Sinnvolles einfällt, hilft oft das Gespräch mit anderen.

7. Leite zügig erste Schritte ein

Nun weißt du, was du tun kannst, um dein Problem zu lösen. Wichtig ist, dass es nicht dabei bleibt. Leite die ersten Lösungsschritte deshalb so schnell wie möglich ein. Wenn es nicht sofort möglich ist, lege einen klaren Zeitpunkt fest, an dem du mit der Problemlösung beginnst.

8. Behalte das Thema im Blick

Wenn du die ersten Schritte angestoßen hast, kommt noch einmal ein kritischer Punkt: Du könntest das Thema aus den Augen verlieren. Schließlich hast du ja schon etwas getan … Die ersten Schritte sind super, aber vielleicht genügen sie nicht. Behalte das Problem deshalb noch ein Weilchen im Blick und vergewissere dich, dass alles Nötige getan ist.

9. Plane Zeit für Problemlösungen ein

Ein Problem definieren, analysieren und Lösungsmethoden suchen – das alles kostet natürlich Zeit. Vielleicht werden Probleme bei dir deshalb so groß, weil du im Alltag keine Zeit dafür findest, sie rechtzeitig zu beachten? Dann solltest du erst recht regelmäßig Zeit für die Lösung aktueller Schwierigkeiten einplanen. Denn wenn aus der Mücke erst einmal ein Elefant geworden ist, musst du noch mehr Zeit und Energie investieren.

10. Suche dir Unterstützung

Wenn es dir immer wieder schwerfällt, dich mit deinen Problemen auseinanderzusetzen, dann hole dir doch Hilfe. Bitte zum Beispiel eine*n Freund*in, dich regelmäßig an deine Themen zu erinnern oder mit dir gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Das kann schon sehr viel helfen. Genügen all die Bemühungen nicht und du findest die Gründe dafür einfach nicht, kannst du dich auch an eine*n unserer Psychotherapeut*in wenden. Wir beraten dich gerne!

11. Trainiere an kleinen Problemen

Probleme zu lösen ist eine schwierige Sache. Aber du kannst sie üben! Bemühe dich deshalb, schon kleine Themen gleich in Angriff zu nehmen, um deine „Problemlösungsmuskeln“ zu stärken. Wenn du hier Übung hast, meisterst du auch die großen Schwierigkeiten viel leichter.

12. Belohne dich für Erfolge

Du hast diesmal anders reagiert als sonst und ein Problem gleich in Angriff genommen? Das ist großartig! Feiere und belohne dich dafür! Klopfe dir in Gedanken auf die Schulter, trink auf dich oder gönne dir eine Kleinigkeit als Belohnung. So zeigst du deinem Unterbewusstsein ganz deutlich: Die Bemühungen lohnen sich!